Verhalten im Reinraum: Will ich alles wissen, was ich wissen könnte? Informationen über unser Reinraumverhalten werden durch den Einsatz neuer Technologien sichtbar und transparent.

Daten über Verhalten im Reinraum werden bislang in einfachster Art und Weise mit Zugangskontrollen gesammelt. In der Industrie gibt es jedoch zahlreiche Ansätze, detaillierte und bewertbare Daten aufzunehmen. Beispielsweise können vollständige Verhaltensweisen des Reinraumpersonals aufgezeichnet werden. Neue Technologien wie RFID und andere Sensortechniken ermöglichen dies.
Doch wer will denn wirklich wissen, wie sich das Personal zu allen Zeiten im Reinraum verhält? Es kommen kritische Fragen auf. Wurde das Reinigungsmaterial wirklich an den Stellen verwendet, wo es verwendet werden soll oder wurden gebrauchte Mops in einen kritischen Bereich eingebracht? Bewegte sich mein Mitarbeiter korrekt in seinen Bereichen?
Durch ein komplettes Bewegungsbild lässt sich das problemlos aufzeigen.
Um das Verhalten im Reinraum zu überwachen und die Qualität zu sichern, ist es äußerst wichtig, derartige Systeme einzuführen. Doch wie verhält es sich dann mit den zahlreichen zu erwartenden Abweichungen? Ist der Mehraufwand noch ökonomisch? Will ich wirklich alles wissen? Und wie gehe ich mit all den Abweichungen um? Und letztendlich stellt sich auch die Frage, wie und ob sich das Verhalten im Reinraum auf meine Produkt- bzw. Prozessqualität auswirkt.

Zur Cleanzone, internationale Fachmesse und Kongress für Reinraumtechnologie, am 17. und 18. Oktober 2017 in der Messe Frankfurt, finden Sie einige Ansätze zu diesem Thema. Eine Nominierung zum CleanroomAward zeigt die Verfolgbarkeit von Reinraumtextilien auf, eine andere Nominierung zeigt, was per Virtual Reality zukünftig in der Kontrolle von Personal im Reinraum und bei der Reinraumreinigung möglich ist.

Dazu gibt es noch einen Film als Animation über die Zukunft der Reinraumtechnologie am Stand des Cleanroom Magazine zu sehen. Informationen zum Cleanroom Magazine sind hier zu finden www.cleanroom-media.com und auf dem entsprechenden Blog.

Dieses Thema wird vielseitig beleuchtet, weil es für die operative Gestaltung der Reinräume außerordentlich wichtig ist. Die neuen Technologien bieten eine ideale Grundlage für alle Überlegungen in diese Richtung. Der Datenschutz ist bei diesen Betrachtungen erst mal weitestgehend unberücksichtigt, da es zunächst darum geht, was alles möglich gemacht werden kann. Erst mit den Möglichkeiten sollte dann die Duskussion um den Schutz von Personendaten und Konsequenzen angegangen werden.

In erster Linie ist Betreibern von Reinräumen wichtig zu wissen, wie sicher sie die Prozesse, insbesondere durch das Verhalten im Reinraum,  gewährleisten können, um am Ende auch das Qualitätsversprechen einzuhalten. Am Ende stehen wir, die Verbarucher, und verlangen 100%ig sichere Produkte. Wir sollten aber nicht gleichzeitig die Person sein, die zu Beginn der Diskussion sich dagegenstemmt und den Einsatz neuer Technologien ablehnt.

Schicken Sie Ihre Meinungen und Ideen an: frank.duvernell@cleanroom-media.com

Frank Duvernell