Wearables – T-Shirts, die vor Sonnenbrand warnen und Betttücher, die Fieber messen

Stellen Sie sich vor, Ihr Betttuch merkt, wenn Sie Fieber bekommen! Ihr T-Shirt warnt Sie vor Sonnenbrand und Ihre Schuhe, bevor Sie sich eine Blase laufen. Solche »klugen Kleidungsstücke«, genannt »Wearables«, gehören zu den Zukunftstrends, die schon heute entwickelt und erprobt werden. Nicht nur in der Medizin: Nützlich ist der neue Trend auch für Bereiche wie Sicherheit, Sport, Forschung und Produktion.

Schon jetzt gibt es Sportbekleidung, die den Puls des Sportlers erfasst. Feuerwehrleute könnten künftig Menschen schneller retten, wenn sie durch ihre Kleidung leichter zu orten wären. Nach einem Unfall könnte beschädigte Kleidung automatisch per Smartphone Hilfe rufen. Mit intelligenten Handschuhen lassen sich Computer und Anlagen berührungslos per Geste steuern. Und im Reinraum helfen Wearables dabei, Arbeitsabläufe und Reinheit weiter zu verbessern.

Die Verkaufszahl solcher Wearables wächst rasant: von gut 70 Millionen 2015 auf fast 160 Millionen Stück bis 2019, schätzen Marktforscher von IDC. Sie gehen davon aus, dass der der weltweite Jahresumsatz bis dahin auf rund 14 Milliarden US-$ steigt. Zugleich wächst auch der Weltmarkt für industrielle Schutzkleidung: Sein Volumen lag schon 2015 weltweit bei fast fünfeinhalb Milliarden US-$. Kombiniert man beide Bereiche, ergibt sich eine Breite von Anwendungsmöglichkeiten, die heute noch kaum abzusehen ist. Besonders interessant sind die Chancen für die Reinraumbranche.

Wearables zu entwickeln wäre undenkbar ohne Reinräume – und umgekehrt. Denn möglich wird »kluge Kleidung« erst durch Mikrochips, Sensoren und Stromquellen. Sie lassen sich nur in hochreinen Umgebungen herstellen. Zugleich helfen Wearables auch bei der Produktion im Reinraum: Eingebaute Chips ermöglichen den berührungslosen Zutritt, Gestensteuerung eine berührungslose Bedienung von Geräten. Datenbrillen ergänzen das Sichtfeld mit zusätzlichen Informationen. Und ein smarter Schutzanzug könnte auch Alarm schlagen, wenn der Mitarbeiter eines medizinischen Reinraums einen Infekt mitbringt.

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Ihr Frank Duvernell

Frank Duvernell